| MOTORSPORTARTEN Motorsport ist unglaublich facettenreich und reicht beispielsweise von Motorbootrennen bis Moto Cross,
von Trialsport bis Truckrennen oder von Formel 1 bis Motoball.
Freestyle-Moto-Cross ist mehr als Motorsport und Rundenzeiten, es ist Lifestyle. Geprägt von der Lust auf Individualität und der Freiheit von Regeln genießen immer mehr Motocrosser Freeriding und eben Freestyle. Es geht um die Faszination des Fahrens, der Dynamik und des Fliegens. Nicht Schnelligkeit, sondern Feeling ist der Maßstab für eine gelungene Show. Nicht der Vergleich mit anderen zählt, sondern die persönliche Erfahrung, das Heraufsetzen des persönlichen Limits und das Erfahren immer neuer Grenzen. Wie veranstaltet man ein Freestyle-Moto Cross (FMX) ? Man sucht sich ein geeignetes Gelände (LOCATION), besorgt sich ca. 400 Kubikmeter Erde (DIRT) und formt damit einen Landehügel. Man verpflichtet ein paar Fahrer (RIDER) mit Cross-Maschinen (BIKES) mit modifizierter Fahrwerkseinstellung (SETTING), die ihre Absprungschanze (RAMP) am besten gleich mitbringen. Wenn die Veranstaltung (EVENT) ein Wettbewerb (CONTEST) sein soll, benötigt man noch eine Jury (JUDGES). Für eine Show (SESSION) oder Training (JAM) sind diese natürlich nicht erforderlich. Jeder Rider versucht in seinem Lauf (RUN) das Publikum (CROWD) und die judges durch möglichst viele und waghalsige Aktionen (TRICKS) zu beeindrucken. Der MSC Murrhardt veranstaltete bisher zwei FMX-Sessions. Zu Gast waren dabei die Spitzenfahrer Fabian Bauersachs, Jimmy Verburgh, Klaus Meyer und Lukas Weis.
Kein Zweifel, es gibt nur wenige Motorsportarten, die Zuschauern und Aktiven eine größere Vielfalt an Anforderungen und Abwechslung bringen als Moto Cross. Kein Wunder, schließlich bergen die 1200 bis 2000 Meter langen Geländerundkurse alle erdenklichen Schwierigkeitsgrade von bis zu 30 Meter weiten und vier Meter hohen Sprüngen bis zu Waschbrettern, quasi eine Abfolge von etwa 50 Zentimeter hohen, künstlich aufgeschobenen Wellen, die nur eins im Sinn haben, nämlich Fahrer und Motorrad voneinander zu trennen. Hinzu kommen die vergleichsweise alltäglichen Hindernisse wie Spurrillen, Bodenwellen, Schlamm oder tiefer Sand. Moto Cross ist Hochleistungssport. Doch der Moto Crossfahrer kämpft nicht nur gegen die Geländeschwierigkeiten sondern auch gegen 30 bis 40 Konkurrenten, die das selbe Ziel haben:
Enduro, so erklärt es die Übersetzung aus dem Spanischen, bedeutet durchhalten.
Aushalten bei Wind und Wetter, nicht aufgeben trotz kaum fahrbarer Geländeschwierigkeiten, immer weiter... Ein Enduro-Wettbewerb, bis vor wenigen Jahren hieß er noch "Geländefahrt",
ist eine Mischung aus Langstrecken-Zuverlässigkeitsfahrt und Moto Cross.
Je leichter das zur Verfügung stehende Terrain, desto größer wird die Bedeutung der
sogenannten Sonderprüfungen und Spezialtests. Da teilweise auf öffentlichen Straßen gefahren wird, müssen sie allerdings für den
Strßenverkehr zugelassen sein. Sie besitzen also Scheinwerfer, Blinker, Rückspiegel und vor allem eine wirksame Schalldämpfung. Durch Änderungen der Klasseneinteilungen wurde erreicht, dass immer mehr umweltfreundlichere Viertakter an den Start gebracht werden. Im dichtbesiedelten Deutschland ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden für Enduro-Wettbewerbe eine Genehmigung zu erhalten. Doch der Endurosport ist nicht tot zu kriegen: 3- oder 4- Stunden-Enduros werden von immer mehr Veranstaltern angeboten. Dabei handelt es sich um eine Art Langstrecken-Moto Cross auf abgesperrten Geländestrecken, bei denen meist Zweierteams antreten.
Meterhohe Steinstufen, engste Kurvenradien oder schlüpfrige Schräghänge gehören zum Trial wie die Butter auf das Brot. Ziel ist es nämlich, die Sektionen genannten Prüfungsabschnitte möglichst ohne Abstützen zu durchfahren. Einen Fuß setzen bedeutet einen Strafpunkt, zweimal auftreten zwei Punkte, drei- oder mehrmaliges Aufsetzen drei Punkte, der Stillstand des Motorrades fünf Zähler. Die Motorräder sind extrem auf die Bedürfnisse der Gleichgewichtskünstler ausgerichtet. Ein durchzugsstarker Zweitakt-Einzylinder-Motor,
Maschinengewichte von unter 80 kg und eine außerordentliche Bewegungsfreiheit sind Grundzüge aller modernen Trialmaschinen.
Super Moto ist eine sehr junge Motorsportart. Als Ursprungsland gilt Frankreich. Seit ca. 15 Jahren stellt Supermotard, wie es dort genannt wird, einen Publikumsmagneten erster Güte dar. Eigentlich auch verständlich. Denn während sich der Motorradsport immer mehr spezialisiert, müssen Super Moto-Cracks Allroundtalente sein. 70% Asphalt, 30% Schotter, ein Sprung – das sind die einfachen Zutaten für eine Super Moto-Piste. Und dennoch ist das Ergebnis mehr als außergewöhnlich. Gefahren wird mit umgebauten Moto Cross-Motorrädern. Auf kleinere Felgen werden Straßenrennsport-Regenreifen aufgezogen.
Der besondere Reiz der Rallyes ist in ihrem organisatorischen Aufbau begründet. Die sportliche Entscheidung fällt nicht auf permanenten Rennstrecken, die immer wieder trainiert werden können und die aufgrund von großzügigen Auslaufzonen den einen oder anderen Fehler verzeihen. Rallyes, ob in der Weltmeisterschaft oder bei kleinen nationalen Wettbewerben, werden auf ausgesuchten Wertungsprüfungen entschieden, die sich aus vorhandenen Straßen, Feld- und Waldwegen zusammensetzen. Gefahren wird auf Asphalt, Schotter, Sand und Schlamm, bei Tag und bei Nacht. Die auf Bestzeit zu durchfahrenden Wertungsprüfungen sind für die Dauer der Veranstaltung für den Straßenverkehr gesperrt. Auf den Verbindungsetappen müssen die Rallyepiloten wie alle anderen Verkehrsteilnehmer die Straßenverkehrsordnung einhalten. Daß die auf Hochleistung getrimmten Sportfahrzeuge auch die Straßenverkehrszulassungsordnung entsprechen müssen, ist Grundvoraussetzung für die Startgenehmigung. | |